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BREITBACH-WERKAUSGABEPRESSEINFORMATIONEN FÜR DIE PRESSE

Breitbach-Werkausgabe

Die Ausgabe der gedruckten Werke von Joseph Breitbach ist mit mittlerweile vier Bänden (davon einem Band mit zwei Teilbänden) abgeschlossen. Sie ist im Zusammenwirken mit der Stiftung Joseph Breitbach und der Stadt Koblenz in der von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, herausgegebenen "Mainzer Reihe, Neue Folge" erschienen.


Die Wandlung der Susanne Dasseldorf Neuausgabe des 1933 verbotenen Koblenz-Romans

"Die Wandlung der Susanne Dasseldorf",

herausgegeben von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann, mit einem umfangreichen Begleitband.


Ich muß das Buch schreiben...

Zusatzinformationen, aktualisierte Ergänzungen zum Begleitband

Noch 1978 schrieb Joseph Breitbach:
"Der Roman hat nur historisch Belegtes zum Rahmen als die Stadt Koblenz unter der amerikanischen Besatzung ebensoviel seufzte wie jauchzte!"

Der reich bebilderte Begleitband enthält bisher unbekanntes Material zum Leben und Werk des in Koblenz-Ehrenbreitstein geborenen Joseph Breitbach. Erstmals werden unzensierte Briefe des Autors an seinen Jugendfreund Alexander Mohr sowie bisher unveröffentlichte Photos abgedruckt und Akten aus Archiven ausgewertet, die die Hintergründe des Romans erhellen und die wegen der Parallelen zu Biographie und Werk als Sensation gelten können.

Die Wandlung der Susanne Dasseldorf/Ich muß das Buch schreiben. Göttingen: Wallstein Verlag 2007, 2 Bde. zus. 937 Seiten mit 101 Abbildungen
Einband/Roman: Leinen, Schutzumschlag. Begleitband: broschiert; zus. in Papphülse (Mainzer Reihe, Neue Folge. Band 4) € 39,00. ISBN 978-3-89244-930-0

Aus den Pressestimmen:

  • "Joseph Breitbachs Romandebüt, 1932 erschienen und 1933 von den Nazis verboten, ist ein üppiges Sittengemälde des deutschen Bürgertums am Ende des Ersten Weltkriegs. Einer Welt, deren Wiederentdeckung sich lohnt." (Angela Wittmann, BRIGITTE, 25.10.2006)

  • "eine vorzügliche Edition"
    (Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 6.7.2008)

  • "ein über das literaturhistorische Interesse hinausweisendes Ereignis."
    (Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, 31.12.2006)

  • "Ein einzigartiges literarisches Dokument"
    (Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung, 18.4.2007)

  • "Mit funkelnder Ironie und völlig unsentimental, mit hohem erzählerischen Tempo und ohne Furcht vor der effektvollen Zuspitzung schildert er Zeit, Politik und Sitten mit einem Esprit, der diesen Roman auch heute noch lesenswert macht. Dazu gibt es ein ungemein informatives Begleitbuch. Alexandra Plettenberg und Breitbachs langjähriger Sekretär Wolfgang Mettmann stellen da nicht nur alle zeitgeschichtlichen Hinweise bereit, sondern drucken erstmals eine Vielzahl von Briefen des jungen Autors ab." (Matthias Richter, NDR Kultur, 18.1.2007)

  • "Die Briefe sind nicht nur als Informationsquelle eine interessante, zudem spannend zu lesende Ergänzung zu dem Roman und ein kulturgeschichtlicher Tour d`horizon. In ihrer emotionalen Spontaneität und stilistischen Kunstfertigkeit legen sie auch auf bewegende Weise Zeugnis ab von der Unangepasstheit und der inneren wie äußeren Rebellion eines Mannes, der ebenso freiheitsliebend wie liebeshungrig, ebenso patriotisch wie frankophil, ebenso ästhetisch ambitioniert wie sozial engagiert war: Joseph Breitbach, ein Homme de Lettres, der sich zeit seines Lebens für Toleranz, Mitmenschlichkeit und die deutsch-französische Aussöhnung eingesetzt hat." (Stuttgarter Zeitung, 7.8.2007)

  • "Vorzüglich ediert, in einem eigenen Begleitband eingeleitet und mit einer fesselnden Dokumentation versehen von Alexandra von Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann leitet dieser Band die Werkausgabe ein, die, verantwortet von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, in den kommenden Jahren bei Wallstein erscheinen wird." (Im Schaufenster - Lesen und Hören, November 2007)



Rot gegen Rot Joseph Breitbach:

"Rot gegen Rot." Die Erzählungen.

Herausgegeben von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann.


Erstmals sind sämtliche Erzählungen Joseph Breitbachs in einem Band veröffentlicht.


"Du bist, mon cher ami, ein Erzähler von Gnaden", befand Golo Mann in einem Brief an Joseph Breitbach, "und hättest in Deinem Leben wohl noch mehr erzählen sollen." In Breitbachs erstem Zyklus von Erzählungen, "Rot gegen Rot" (1929), tritt uns die Welt der Angestellten, wie sie Siegfried Kracauer nur wenig später beschreiben sollte, unmittelbar vor Augen. Diese Szenen aus dem Werktag der kleinen Leute waren aus ureigenster Anschauung entstanden, hatte Breitbach doch selbst mehrere Jahre in den Buchabteilungen großer Warenhäuser gearbeitet und dort Einblicke erhalten, deren plastische Schilderung ihn schließlich seine Stellung kosten sollte: Zu lebensecht waren wohl die Portraits des Personals geraten, von den Verkäuferinnen und verführten Lehrmädchen über den kommunistischen Liftjungen bis hin zum misstrauischen Direktor und dessen intrigierenden Stellvertreter. Eifersucht, Missgunst, Neid, Scheinheiligkeit, Betrug und Anmaßung werden hier in all ihren Facetten sichtbar, und doch bleibt der Ton immer leicht, ist die humorvolle Sympathie des Autors für seine Figuren in jeder Zeile spürbar. Max Brod lobte: "Die Tatsachen sprechen oft einen Argot, der gelernt sein will. Aus diesem Buch eines jungen Erzählers ist viel zu lernen." Neben "Rot gegen Rot" (1929) enthält der Band die Erzählungen aus "Die Rabenschlacht" (1973), die Erzählung "Lärm" und das Fragment "Clemens".

Göttingen: Wallstein Verlag 2008. 512 Seiten. Leinen, Schutzumschlag. € 24,-
(Mainzer Reihe, Neue Folge, Band 7)
ISBN: 978-3-8353-0262-4

Pressestimmen:

  • "Breitbachs Blick zurück in die späte Republik von Weimar eröffnet erstaunliche Einsichten. Sie zeigt eine weitverzweigte kommunistische Kultur und Subkultur, eine bestens funktionierende Koexistenz mit dem Kapitalismus, eine Partei, die Kampforganisation ist, vor allem aber Lebensform ihrer Mitglieder. Keineswegs verherrlichend, sondern als nüchterne Alltagsbeschreibung entsteht ein Bild von der Hingabefähigkeit, der intellektuellen Neugier, ja dem Lesehunger und der Verantwortungsbereitschaft der kleinen Parteimitglieder, die staunen lässt (...)." (Martin Mosebach, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2008)

  • "Termingerecht zur Diskussion über das Ende des Warenhauses hat die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz den Breitbach-Band herausgebracht – in einer umfangreich kommentierten Ausgabe." (Reinhold Mann, Schwäbische Zeitung, 28.5.2009)



Bericht über Bruno Joseph Breitbach,

"Bericht über Bruno".

Herausgegeben von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann




Unversöhnlich stehen sich mit den beiden Hauptfiguren dieses Romans zwei Generationen und zwei ethische und politische Grundhaltungen gegenüber: konservativer Liberalismus und revoltierender Terrorismus. Erzählt wird aus der Perspektive des Innenministers einer Monarchie, der durch die Machenschaften seines Enkels Bruno Collignon gerade gestürzt wurde. Er gibt sich nun Rechenschaft über sein Leben und die Beziehung zu seinem Enkel. Geschildert wird der erbarmungslose Machtkampf zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren, in dem schließlich der ganze Staatsapparat eingesetzt wird, um einen Familienzwist auszufechten. Der Stil des Buches ist von eleganter Raffinesse, einfach, suggestiv und unterkühlt in der Sprache, virtuos im konsequenten Einsatz der indirekten Rede als Kunstmittel.
Der 1962 erstmals erschienene Roman gilt als einer der wichtigsten politischen Romane der Nachkriegszeit und hat seit seinem Erscheinen nichts an Aktualität eingebüßt.
Diese Neuausgabe von Breitbachs Hauptwerk wird ergänzt durch bisher unveröffentlichtes Material zur Entstehungsgeschichte des Romans und ein ausführliches Nachwort der Herausgeber.
"Ich war sehr gierig auf Ihren Roman und dann vom raffinierten ersten Satz bis zur beglückenden letzten Zeile eine erregende Nacht lang in seinen Bann geschlagen. Ich kann Sie nur beglückwünschen!" Wolfgang Koeppen an Joseph Breitbach

Bericht über Bruno. Roman. Göttingen: Wallstein 2009. 463 S., 29 Abb.,Leinen, Schutzumschlag. € 22,-
(Mainzer Reihe, Neue Folge. Band 9)
ISBN: 978-3-8353-0494-9

Pressestimmen:

  • "Es wäre zu wünschen, dass die vorzüglich kommentierte Neuausgabe des Wallstein-Verlages seinem Werk wieder mehr Aufmerksamkeit verschafft. Denn "Bericht über Bruno" ist ein ungewöhnliches, sehr aufschlussreiches Buch. Zum einen ist es ein Polit-Thriller, wie man ihn von deutschen Autoren selten liest. Stringent und kenntnisreich wird geschildert, wie ein Land durch politische Intrigen an den Rand des Bürgerkriegs getrieben wird. (...) Zum anderen ist "Bericht über Bruno" die Annäherung an einen hochbegabten, überambitionierten Jugendlichen, dessen elitäres Denken in Terrorismus umschlägt."
    (Tobias Haberkorn, Süddeutsche Zeitung, 3.12.2009)

  • "Der Roman, 1962 erschienen, war damals eine kleine Sensation. Für heutige Leser ist er eine scharfsinnige und spannende literarische Studie zum Verhältnis von Macht, Erotik und Politik."
    (Antje Strubel, dradio, 18.07.2010)

  • "Breitbach war ein kühler Kopf mit heißem Herzen, der von Frankreich aus auf deutsche Zustände blickte. Das allein nimmt seinen Büchern den Muff. Sein bekanntester Roman ist eine Verteidigung der Demokratie gegen die Ideologen - mit dem Florett, das Clarté heißt. Stallwärme, Sentiment, 68er Gequatsche gibt es hier nicht, stattdessen politischen Verstand, Analyse, kalte Menschenkenntnis. Und eine stilistische Eleganz, die ihresgleichen sucht."
    (boersenblatt.net, 27.01.2010)

  • ""Die erste Breitbach-Werkausgabe hat bereits in ihren Anfängen ein doppeltes Verdienst. Sie macht bedeutende Literatur wieder zugänglich und nicht etwa durch bloßes Zusammendrucken, sondern hervorragend aufbereitet."(Wolfgang Albrecht, Germanistik, Bd. 50, 2009, Heft 3-4)



"Das blaue Bidet oder Das eigentliche Leben" Zum Abschluss der "Werke in Einzelausgaben" von Joseph Breitbach: Ein brillanter Schelmenroman:

"Das blaue Bidet oder Das eigentliche Leben",

herausgegeben von Alexandra Plettenberg-Serban und Wolfgang Mettmann




Jean Barbe hat sich vom Arbeiter zum größten Knopffabrikanten Europas emporgearbeitet. Mit 60 will er ausbrechen ins eigentliche Leben. Ohne Gepäck, mit prall gefüllter Brieftasche bricht er mit allen Abhängigkeiten – wird aber Opfer seiner Gewohnheiten. Der Weg in die Freiheit gerät zu einer Odyssee, die an den Verhältnissen und menschlichen Abgründen scheitert.

Wie überall in Breitbachs Werk geht es auch in diesem Roman aus dem Jahr 1978 um die Grundfragen individueller und kollektiver Existenz. Erzählerische Meisterschaft und stilistische Brillanz machen das Spiel mit den Perspektiven und der doppelten Dimension des Helden Jean Barbe zu einem tiefsinnigen Meisterwerk über menschliche Fragwürdigkeit. Voller Skepsis berichtet der Autor über sich selbst, treibt sein heiteres Spiel mit Erzähltechniken und scheut sich nicht, sich mit einem Kritiker anzulegen.

In einem Nachwort berichten die Herausgeber über Entstehung und Wirkung des letzten großen Erzählwerks von Joseph Breitbach, mit dem die Reihe der "Werke in Einzelausgaben" abgeschlossen ist.

Das blaue Bidet oder Das eigentliche Leben. Roman. Göttingen: Wallstein 2013. 395 S., 15 Abb., Leinen, Schutzumschlag. € 18,- (Mainzer Reihe, Neue Folge. Band 12)
ISBN: 978-3-8353-1218-0